Alexander Vögler

Der princeps und die Natur. Herrschaftsrepräsentation durch die symbolische Unterwerfung der Natur (Alexander Vögler)

Vielfach beachtet wird traditionell die besondere Bedeutung von Akzeptanz des neuen Kaisers durch bestimmte Gruppen wie beispielsweise das Heer, den Senat, die plebs urbana zur Sicherung der eigenen Herrschaft. Von elementarer Bedeutung für den seit kurzem amtierenden Kaiser war deshalb eine erfolgreiche Herrschaftsrepräsentation.

Das Dissertationsvorhaben setzt an der noch wenig beachteten Demonstration von kaiserlicher Macht durch die symbolische Unterwerfung der Natur unter den Willen des princeps an. Im Fokus der Betrachtung steht hierbei, die Kontrolle und Nutzbarmachung des Wassers. Entsprechend werden im Kontext der Arbeit Nutzinfrastrukturbauten behandelt die den vormals genannten Aspekten entsprechen – d.h. Hochwasserschutzmaßnahmen wie Dämme und Entlastungkanäle und Versorgungseinrichtungen wie Wasserleitungen, Häfen und Kanäle.

Dabei spielt vor allem die Instrumentalisierung der Technik bei der Errichtung dieser infrastruktureller Großbauprojekte, als mediale Repräsentationsstrategie, eine zentrale Rolle. Sie kann als besonderes Charakteristikum kaiserlicher Selbstdarstellung seit den principes der iulisch-claudischen Dynastie verstanden werden.

Durch die Realisierung solcher Bauprojekte konnte sich der Kaiser als oberster Patron des Kaiserreiches in Szene setzen und die an Ihn von den Akzeptanzgruppen gesetzten Erwartungen – wie z.B. der kaiserlichen Fürsorge und Freigiebigkeit – befriedigen.

Der zeitliche Rahmen für die Untersuchung erstreckt sich von der Herrschaft des Tiberius bis der des Traian.