Vortragsreihe Antike Welten

Vortragsreihe „Antike Welten“ – Archäologie und Geschichte

Die Vortragsreihe ist eine gemeinsame Veranstaltung der Fachgebiete Alte Geschichte und Klassische Archäologie der TU Darmstadt.

Diese Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an die interessierte Öffentlichkeit wie an die Fachwelt. Jedes Semester werden jeweils zwei Kolleginnen/Kollegen aus den Altertumswissenschaften zum Vortrag eingeladen, die Einblicke in die neuesten Ergebnisse ihrer Forschungen bieten.

Die Vorträge finden donnerstags, jeweils um 18 Uhr c.t. im Hörsaal der Architektur-Fakultät, L3 01 / 91, der Technischen Universität Darmstadt statt.

Termine der Vortragsreihe „Antike Welten“ im WS 2016/2017

03. November 2016: Dr.-Ing. Daniel Lohmann (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen)

Große Steine, große Ideen. Die Bau- und Planungsgeschichte des Jupiterheiligtums von Heliopolis / Baalbek (Libanon)

Das Heiligtum des Iupiter Heliopolitanus in Baalbek (Libanon) gilt als eines der größten Bauwerke der römischen Kaiserzeit. Umso erstaunlicher, wie viele offene Fragen es trotz seines relativ guten Erhaltungszustandes über seine Entstehung, seine Baugeschichte und seine Architekturmotive gab. Mehrjährige intensive Bauforschung in dem römisch kaiserzeitlichen Heiligtum konnte eine breite Materialbasis für die Beantwortung einiger dieser Fragen schaffen. Im Vortrag werden zunächst neue Erkenntnisse über die bauliche Genese des Heiligtums vorgestellt. Auf diese aufbauend werden dann übergeordnete architektonische Leitbilder analysiert.

17. November 2016: Dr. Susanne Froehlich (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Keine Durchfahrt für Schwerlasttransporte. Mobilität und Verkehrsregeln am Eingang der römischen Stadt

Folgt man der Darstellung zeitgenössischer Autoren, so herrschte in der römischen Kaiserzeit eine nahezu unbeschränkte Reisefreiheit. Doch wie kam man in eine Stadt hinein? Welchen Formalitäten hatte man sich am Stadttor zu unterziehen? Der Vortrag widmet sich den Verkehrsregelungen, die in Rom selbst galten. Es wird zu sehen sein, dass der Fahrzeugverkehr in der Stadt tagsüber keineswegs (wie vielfach zu lesen ist) generell verboten war. Ein Blick auf das tatsächlich praktizierte Verkehrsverhalten zeigt außerdem, dass normative und empirische Wirklichkeit nicht zwingend deckungsgleich sind.